Grundlagenbildung

Unsere theaterpädagogische Grundlagenbildung zum Spielleiter wird in mehreren Städten Baden-Württembergs (in der Regel in Reutlingen, Konstanz, Schwäbisch Hall, Stuttgart, Ulm und jetzt auch Freiburg) angeboten. Inhaltlich werden unsere Absolventen qualifiziert, das darstellende Spiel als theaterpädagogisches Mittel in ihren Berufen einzusetzen und eine Gruppe unter (theater)pädagogischen Gesichtspunkten zu betreuen und anzuleiten. Die Fortbildung ist vom Bundesverband Theaterpädagogik (BuT) anerkannt und wird vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport ausdrücklich für Pädagogen empfohlen. Die Fortbildung umfasst insgesamt drei Ausbildungsjahre und findet berufsbegleitend statt. Für jedes Fortbildungsjahr kann man sich neu entscheiden, allerdings baut ein Jahr auf dem Vorherigen auf. Es ist möglich zwischen den Jahren zu pausieren.
Ein Fortbildungsjahr umfasst in der Regel 240 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten.

Erstes Fortbildungsjahr (240 UE)
Entdecken der eigenen Bewegungsmöglichkeiten und erweitern der Ausdrucksfähigkeiten durch:

  • Grundlegung einer Übungsstruktur für Körperwahrnehmung, Bewegung, Atem und Stimme
  • Improvisation, Grundelemente und Techniken des Theaterspielens und der Rollenarbeit
  • Heranführen an Arbeitsweisen, die bildnerische und darstellerische Ausdrucksformen ermöglichen
  • Maskenbau und Maskenspiel
  • Grundelemente des Freien Tanzes
  • das Heranführen an künstlerische Ausdrucksformen
  • Referate schreiben über Theatertheorien
  • die gemeinsame Arbeit an einer Theaterproduktion und eine öffentliche Aufführung

Zweites Fortbildungsjahr (240 UE)
Hier erfolgt die Vertiefung der Grundlagenbildung durch

  • selbständiges Übernehmen des Warming-up der einzelnen TeilnehmerInnen und anschließendes Auswerten durch die Gruppe
  • Weiterführung von Körper-, Atem- und Stimmübungen, Tanz- und Bewegungsarbeit
  • das Entwickeln von Fähigkeiten zur Analyse von Theaterproduktionen, dramaturgische Gesetzmäßigkeiten und Spannungsbögen
  • das Studium von Theaterpädagogik Theorien
  • die Gestaltung eines Ensembleprojektes (Schauspiel, Mitarbeit Bühnenbild und Kostüm, Requisite, Licht- und Tontechnik, Musik und Gestaltung von Programmheft und Plakat)

Drittes Fortbildungsjahr (240 UE)
Schwerpunkt ist hier die Arbeit als SpielleiterIn, also die Regiearbeit: theoretisches und praktisches Handwerk und ganz besonders das eigene Ausprobieren anhand von kleinen Spielprojekten ist gefragt. Jeder Teilnehmer inszeniert und spielt, schaut zu und wertet – gemeinsam mit der Gruppe und unter fachkundiger Leitung in Regie und Dramaturgie – permanent aus. Am Schluss stehen zwei öffentliche Aufführungen.
Ziele sind

  • das Kennenlernen der eigenen Stärken und Schwächen als SpielerIn oder AnleiterIn mit der Aufgabe, einen eigenen SpielleiterInnentyp herauszukristallisieren
  • das Entwickeln von Fähigkeiten zur Analyse von Theaterproduktionen, dramaturgischen Gesetzmäßigkeiten und Spannungsbögen
  • der Erwerb von Grundkenntnissen in Lichttechnik und Bühnenschminken
  • In einem kleinen Praxisprojekt (im 2. oder 3. Jahr) mit 30 UEs wir die eigenständige theaterpädagogische Arbeit erprobt.

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